Rede

Rede

 

Rede.
Rede, aber nicht zu viel Kluges, das mögen die Leute nicht.
Rede, aber nicht zu viel Dummes, das mögen die Leute nicht.
Rede, aber nicht zu viel, das wirkt aufdringlich.
Rede, aber nicht zu wenig, das wirkt seltsam.

Reden ist Silber, aber schweigen ist Gold.
Also rede nicht.
Aber wer schweigt hat etwas zu verbergen.
Also rede.

Rede nicht zu laut, das stört die Leute.
Rede nicht zu leise, das stört die Leute.
Rede, aber nichts Unwichtiges, das wirkt belanglos.
Rede, aber nichts Wichtiges, das wirkt arrogant.

Rede wenig, höre mehr, das Plaudern bringt dir wenig Ehr.
Also rede nicht.
Aber nur zuhören ist passiv. Sei aktiv.
Also rede.

Rede nur, wenn du gefragt wirst.
Rede und bringe dich in ein Gespräch ein.
Stehe nicht sinnlos in der Gruppe, sprich mit den anderen.
Aber unterbrich niemanden, sei nicht zu laut, sei höflich.
Rede nur Wichtiges, das nicht zu wichtig ist.
Rede nichts Kluges, aber auch nichts Dummes.

Reden ist Silber, aber schweigen ist Gold.
Also rede nicht.
Aber wer schweigt hat etwas zu verbergen.
Also rede.

Aber was mach ich mir schon aus Silber.
Was mach ich mir schon aus Gold.

Also rede.

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Meuchelpuffer und Dörrleiche: Die „Fruchtbringende Gesellschaft“ alias der „Palmenorden“

Wie man vielleicht weiß habe ich meinen Bachelor in Germanistik gemacht und möchte nun auch das ein oder andere germanistische Thema zur Grundlage eines Blogbeitrages verwenden. Einfach nur, um zu beweisen, dass die Germanistik nicht nur langweilig, trocken und generell uninteressant ist. Also… manchmal ist sie das. Aber sie kann auch sehr witzig sein.

 

Unser heutiges Thema: die „Fruchtbringende Gesellschaft“ auch bekannt unter dem Namen der „Palmenorden. Irgendwann habe ich eine Hausarbeit darüber geschrieben, allerdings schlummert der Text auf einem alten Lap Top mit defektem Akku. Daher verzeiht mir, wenn ich für diesen Beitrag Informationen aus dem Internet verwende. Ich schäme mich auch nur ein bisschen dafür.

 

Die „Fruchtbringende Gesellschaft“ gegründet 1617 in Weimar von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen war die erste und bedeutenste Sprachgesellschaft in Deutschland. Sie machte es sich unter anderem zur Aufgabe die deutsche Sprache von Fremd- und Lehnwörtern zu reinigen, was man mit dem Fachbegriff „Sprachpurisums“ zusammenfasst. Auch bekannt wurde sie unter dem Namen der „Palmenorden“, da das Emblem der Vereinigung eine Kokospalme zierte. Die „Fruchtbringende Gesellschaft“ hatte unter anderem das Ziel Deutsch als Sprache der Gelehrten und Dichter zu propagieren. Die Hochphase hatte sie in den Jahren 1640 bis 1680 mit über 500 Mitgliedern. Unter diesen befanden sich Gryphius, Opitz, Harsdorffer und weitere.
Man wollte sich nicht nur Worten entledigen, die aus dem französischen, niederländischen, italienischen etc. kamen, sondern auch Begriffsersatz für aus dem lateinischen und griechischen stammenden finden. Dabei sollte man aber beachten, dass viele Wörter in unserem Sprachgebrauch einen lateinischen oder griechischen Ursprung haben. Man denke nur an Alltägliches wie „Fenster“, „Körper“ und „Nase“.
Der Sprachpurismus des Barocks kann nicht mit dem während des NS-Regiemes verglichen werden, tatsächlich versuchte man in dieser Zeit besonders auf Fremdworte Rückgriff zu nehmen, vielleicht in der Hoffnung, dass die Bürger nicht unbedingt immer wissen, was ihnen gerade gesagt wird. – Hauptsache sie jubeln.

 

Das soll fürs Erste als Hintergrundinformation reichen. Das eigentlich interessante sind die Wortvorschläge, die sich teilweise durchgesetzt haben, teilweise allerdings grenzwertig, bis sehr lustig sind.

Fangen wir mit den logischen an:
Der Schriftsteller Phillip von Zesen prägte folgende Wörter:
„Abstand“ statt „Distanz“
„Bücherei“ statt „Bibliothek“ oder „Liberey“
„Augenblick“ statt „Moment“
„Entwurf“ statt „Projekt“
„Anschrift“ statt „Adresse“
und viele weitere.

Einige seiner Überlegungen stieß aber auf weniger Begeisterung, wie:
„Zeugemutter“ statt „Natur“
„Entgliederer“ statt „Atom“
„Jungfernzwinger“ statt „Nonnenkloster“
und (mein absoluter Favorit) „Meuchelpuffer“ statt „Pistole“

 

Auch der Schriftsteller, Pädagoge und Verleger Joachim Heinrich Campe machte einige grundlegende und wichtige Wortfindungen (wie „Feingefühl“ statt „Delikatesse“), allerdings kümmern wir uns nun eher um die missglückten Einfälle:
„Geistesanbau“ statt „Kultur“
„Zwischenstille“ statt „Pause“
„Dörrleiche“ statt „Mumie“
„Haarkräusler“ statt „Friseur“
„Lotterbett“ statt „Sofa“
„Zitterweh“ statt „Fieber“
„Schalksernst“ statt „Ironie“
„Schweißlöcher“ statt „Poren“
„Menschenschlächter“ statt „Soldat“
und „Zwangsgläubige“ statt „Katholiken“
(Man bekommt den Eindruck er hatte etwas gegen katholische Mitbürger…)

 

Desweiteren kursiert noch das Wort „Gesichtserker“ anstatt „Nase“ in den Büchern, allerdings ist man sich hierbei nicht sicher, ob es sich jemals um einen ernsthaften Vorschlage gehandelt haben könnte.
Auch wenn einige der Fremd- oder Lehnworte neben den eingedeutschten Begriffen bestehen konnten, hat sich teilweise eine Bedeutungsverschiebung, bzw. -veränderung eingestellt. Eine „Bücherei“ ist nicht zwingend das gleiche, wie eine „Bibliothek“, ein „Entwurf“ ist nicht das Synonym von „Projekt“ und so weiter.
Um das Ganze in die heutige Zeit zu bringen: Oft wird gerne lang und breit über das Denglisch, dem Sprachmischmasch geschimpft, aber trotz allem möchte niemand „Mobiltelefon“ anstelle von „Handy“ sagen. Sprache wächst und verändert sich und ist genau deshalb tatsächlich sehr interessant und spannend. Nicht trocken und langweilig. Vielleicht fandet ihr diese kleine Zusammenstellung wenigstens ein bisschen lehrreich, oder vielleicht unterhaltsam. Bei dem ein oder anderen Wort musste ich tatsächlich lachen. Zu schade, dass sich der „Meuchelpuffer“, „Jungfernzwinger“ und „Dörrleiche“ nicht durchsetzten konnten. 😉

 

Hier meine Quellen (ja, es ist Wikipedia dabei, es tut mir Leid!)
http://www.fruchtbringende-gesellschaft.de/historisch.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtbringende_Gesellschaft
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Sprachpurismus#Barock_und_Aufkl.C3.A4rung

 

 

 

Faszination „Dark Fusion“

Dark Fusion ist aktuell der Tanzstil, der mich am meisten begeistert und inspiriert. Daher habe ich mir in letzte Zeit viel Gedanken darum gemacht, was „Dark Fusion“ überhaupt ist und warum ich ihn so faszinierend finde.

Generell bin ich der Meinung, dass man sich nicht massiv auf Begriffsfindungen für bestimmte Tanzstile und Unterarten versteifen sollte. Manchmal würde auch der allgemeine Oberbegriff reichen, allerdings kann man andererseits wiederum eine Dark-Fusion-Performance nicht mit den Worten „Und viel Spaß mit dem folgenden Bauchtanz!“ ankündigen, denn die Zuschauer werden dann zu Recht sich etwas anderes unter dem folgenden Tanz vorstellen, als ihnen geboten wird.
Was ich jetzt schreibe soll keine Allgemeingültigkeit sein, es ist lediglich meine Auffassung, wie ich den Tanz einordnen und beschreiben würde. Es kann sein, dass man mir in einigen Punkten widersprechen will. Das kann man gerne machen, wenn man das dringende Bedürfnis dazu hat.

Oberflächlich betrachtet, wie schon erwähnt, ist der „Dark Fusion“ eine Unterart des großen, großen Stilbaumes namens „Bauchtanz“. Die zugrunde liegenden Einflüsse können unterschiedlich sein, allerdings würde ich sagen, dass es eine Weiterentwicklung/Veränderung des Tribal Fusion bzw. Belly Dance Fusion ist.
Das heißt im Gesamten: Ein bisschen Bauchtanz, ein bisschen Tribal, ein bisschen Modern, ein bisschen von allem.  Natürlich ist das noch nicht alles. Sonst wäre es einfach nur „Fusion“. Das „Dark“ ist berechtigt im Namen enthalten, denn düstere Musik und eine gewisse Dramatik sind essenziell für eine Dark-Fusion-Performance. Wo jetzt der Unterschied zu „Gothic Belly Dance“ liegt? Ja, gute Frage. „Gothic Belly Dance“ ist wohl eher düsterer Bauchtanz, wohingegen „Dark Fusion“ düsterer Tribal Fusion ist. Macht das Sinn? Vielleicht ein wenig. Wie schon gesagt, ich gehöre nicht zu den Leuten, die gerne allem einen Namensstempel aufdrücken möchten. Wenn es nach mir gehen würde, würde einfach alles „Tanz“ heißen. Reicht doch.

Für mich liegt die Faszination des „Dark Fusion“ (und das ist jetzt einfach nur meine Version der Stilauslegung) in der Theatralik, Dramatik und der Möglichkeit in Rollen zu schlüpfen und Geschichten zu erzählen. Getreu dem „darken“ Motto handeln die Erzählungen natürlich nicht fröhlichen Blumenwiesen, oder dem wunderschönen Sonnentag, sondern von Untoten, Kriegern, Endzeitschlachten, Hexen, Beschwörungen, Magiern, Opferungen, Vampiren und anderen Kreaturen der Nacht.
Und warum das alles?
Weil es spannend ist eine Figur tänzerisch umzusetzen. Weil es für mich meistens eher wenigen interessant ist einfach nur hübsch zu tanzen. Nichts gegen alle TänzerInnen, die das machen, wenn euch das Freude bereitet, nur zu! Aber für mich ist das oftmals zu wenig Herausforderung.
Mit meinen Dark-Fusion-Performances, ob als Solo oder als Gruppe, möchte ich immer versuchen den Zuschauer in eine anderen Welt zu führen. Eine Welt Abseits der Bühne, um innerhalb von 3 bis 5 Minuten eine Szenerie zu erschaffen und ein Gefühl zu vermitteln. Damit sie alles um sich für diese paar wenigen Minuten vergessen, um ganz im Geschehen abzutauchen.

Das ist meiner Meinung nach die Faszination des Dark Fusion. Es geht über den Tanz hinaus, zum Geschichtenerzählen hin, ohne zu vergessen, dass es trotz allem noch ein Tanz ist und kein Theater.

Und hey… man kann immer super coole Kostüme anziehen 😉

Um am Ende noch etwas Werbung zu machen:
Im Oktober geht mein „Dark Fusion Projekt“ in Nürnberg in die zweite Runde.
Anmeldung unter: auryn-oriental@gmx.de
Weitere Infos unter: http://www.auryn-oriental.jimdo.com/unterricht

Hier ist noch ein Video meines „Dark Fusion Projektes“
Choreo: Auryn

Wach

Und ich bleibe wach.
Weil mir die Nacht noch etwas schuldet.
Weil sie mir versprochen hat, was sie nicht halten will.
Was sie nicht halten kann.

Zäh fließt die Zeit dahin und ich versuche nicht sie aufzuhalten.
Die Zeiger ticken stetig, einsam, laut, im Gleichschritt.
Es ist eine einsame Musik.
Nur für mich.

Und ich tue es der Katze gleich.
Lege mich aufs Sofa, strecke den Bauch der Decke entgegen.
Vielleicht findet man so Erleuchtung.
Doch wozu erleuchten, wenn es Nacht ist.

Und ich bleibe wach.
Weil mir die Nacht noch etwas schuldet.
Weil sie mir versprochen hat, was sie nicht halten will.
Was sie nicht halten kann.

Das letzte Glas ist getrunken.
Der letzte Schluck verinnt ins Nichts.
Die Gäste gehen und ich bleibe zurück.
Einsame Gestalt im Nebel des Morgengrauens.

Die Stille fängt mich ein.
Sie legt sich auf meine Haut, sanft und weich.
Sie ist bei mir, in mir.
Ruhe, unterbrochen vom ticken der zähen Zeit.

Und ich bleibe wach.
Weil mir die Nacht noch etwas schuldet.
Weil sie mir versprochen hat, was sie nicht halten will.
Was sie nicht halten kann.

Doch es wird Zeit.
Ich gehe.
Langsam.
Und der Nebel hält mich nicht zurück.

Bauchtanz in Bamberg

Herzlichen Glückwunsch!
Wahrscheinlich bist du gerade auf diesen Beitrag gestoßen, weil du nach „bauchtanz bamberg“ gegoogelt hast – dies ist schon einmal der erste Schritt in die richtige Richtung. Kompliment?

Aber wer genau bin ich denn?
Wenn ich mich kurz vorstellen darf:
Mein Name ist Auryn, Tänzerin, Tanzlehrerin und Choreographin aus dem Bereich Bauchtanz/Tribal Fusion/Dark Fusion.
Hier kann man sich ein Bild von mir machen, einer meiner Auftritte von diesem Jahr:

In Bamberg, Buttenheim und Nürnberg unterrichte ich regelmäßig Kurse für Kinder ab 10 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen.
Aber was genau?

Meine  aktuellen Kurse als Kurzübersicht (Stand 09.05.17)

Bamberg:
Tribal Fusion für Mittelstufe, 17:30 – 18:45
Ballettcentrum Tanzetage, Franz-Ludwig-Straße 5a

Bauchtanz für Anfänger, 18:30 – 19:30
Ballettcentrum Tanzetage, Franz-Ludwig-Straße 5a
(neuer Kurs in Planung)

Buttenheim:
Bauchtanz für Anfänger
VHS-Bamberg Land
Donnerstag, 19:00 – 20:00
Buttenheim, Prügelweg 4, Gebäude der „Alten Schule“
(neue Kurse in Planung)

Nürnberg:
Dark Fusion Projekt
Studio 5, Raabstraße 5, Nürnberg
Samstag, 14:00 – 16:00
Das Projekt findet einmal im Monat statt

 

Meine Kurse im Detail:

 

Bamberg:

Freitag, 17:30 – 18:45
Am Freitag findet mein Tribal Fusion Kurs für die Mittelstufe statt.
Mittelstufe bedeutet: Man hat Erfahrungen im Bereich Bauchtanz bzw. orientalischen Tanz, oder hat sich in den letzten Jahren vielen verschiedenen Tanzrichtungen gewidmet und hat ein gewissen Körper- und Rhythmusgefühl.
Aber was ist Tribal Fusion?
Manche kennen und lieben ihn, andere haben noch nie davon gehört – letzteres werde ich jetzt ändern.
Tribal Fusion enstand in den 90er Jahren und hat als Grundlage den ATS (American Tribal Style), sowie klassischen Bauchtanz und Einflüsse aus Hip Hop, Breakdance, Flamenco, Modern, Contemporary etc.
Was ist de American Tribal Style?
Der American Tribal Style verwendet Folklorestyle aus dem Indischen, Balkanregionen, Flamenco und vieles mehr, gewürzt mit ein bisschen Bauchtanz.
Da steht jetzt nur die Hälfte drin, was man sich darunter vorzustellen hat. Aber als grobe Übersicht ist das wohl hoffentlich hiflreich.
Zur optischen Verdeutlichung:
Hier ein Video der wichtigsten Vertreterin und Mitbegründerin des Stiles: Rachel Brice

Der Kurs besteht aus folgenden Punkten:
Aufwärmen + Dehnen
Tanzen der Grundbewegungen
Lernen neuer Schritte/Moves/Isolationen
Lernen der Choreographie
Cool Down/Dehnen

Jeder Kurs besteht aus insgesamt 10 Einheiten.
Innerhalb dieser 10 Einheiten wird eine von mir choreographierte Choreo aus dem Bereich Tribal Fusion bzw. Belly Dance Fusio erlernt und einstudiert.
Hier ist eine Playlist der Tänze, die ich bisher mit meinem Freitagskurs gemacht habe.
Wenn wir zusammen auftreten heißen wir „Auryn und Anjum“ (Anjum ist arabisch und bedeutet Sterne).

Und hier die aktuellste Choreo:

 

Mittwoch, 18:30 – 19:30
Am Mittwoch findet normalerweise mein Bauchtanzkurs für Anfänger statt.
Leider muss diese Stunde aktuell pausieren, da sich momentan nicht genügend Teilnehmer finden. Der Raum ist allerdings frei und kann jederzeit mit Tanz gefüllt werden. Also? Interesse?

Auch dieser Kurs besteht aus:
Aufwärmen + Dehnen
Einüben der Grundbewegungen
Lernen von neuen Schritten/Moves
Choreographie (meistens ab dem dritten Termin)
Cool Down/Dehnen

Auch dieses Modell beinhaltet insgesamt 10 Termine.

Voraussetzung hierfür ist lediglich Spaß an der Bewegung!
Allgemein gilt bei meinen Kursen:
Körperstatur und Alter spielen eigentlich keine Rolle.
Bis auf eine Ausnahme: Aktuell unterrichte ich Kinder ab 11 Jahren, jünger als 10 sollte man nicht sein.

Die Choreographie, die ab dem dritten oder vierten Termin einstudiert wird, ist leicht zu erlernen und greift das auf, was während der Stunde schon eingeübt wurde.

 

Buttenheim:

VHS-Kurs Bauchtanz für Anfänger, Donnerstag 19:00 – 20:00
In Buttenheim unterrichte ich über die VHS-Bamberg Land einen Anfängerkurs.
Für diesen Kurs gilt der gleiche Aufbau, wie bei meinem Anfängerkurs in Bamberg.
Aktuell pausiert auch dieses Angebot.
Im Oktober geht es damit weiter.
Außerdem werde ich dann noch in der Stunde davor einen Bauch-Beine-Po-Kurs anbieten.
Es bleibt wahrscheinlich bei Donnerstag, die Uhrzeit kann sich allerdings um eine halbe Stunde verschieben.

 

Nürnberg:

Dark Fusion Projekt, Samstag, 14:00 – 16:00
Jeden zweiten Samstag im Monat leite ich das Dark Fusion Projekt in Nürnberg im Studio 5.
Die Choreographien meines Dark Fusion Projektes zielen auf eine düstere, mystische Stimmung ab und versuchen eine Geschichte zu erzählen.
Weitere Infos findet man auf meiner Homepage dazu:
https://auryn-oriental.jimdo.com/unterricht/
Und hier ist einer unserer Auftritte:

Falls du nun Lust hast an einem meiner Kurse teilzunehmen, oder mich für Einzelunterricht/Workshops/Jungesellinenabschiede/Feiern und vieles mehr als Lehrerin oder Tänzerin buchen möchtest, dann kontaktiere mich gerne unter:
auryn-oriental@gmx.de
Und schau dich auf meiner Homepage um:
http://www.auryn-oriental.jimdo.com
Auf Instagram teile ich auch recht viel:
Unter aurynoriental bin ich dort zu finden.
Und auch auf YouTube unter:
Auryn Oriental

 

Hoffentlich sehen wir uns,

liebe Grüße, Auryn

Schläfrig Schlaflos

Eigentlich würde ich jetzt gerne schlafen, es ist kurz vor Mitternacht und ich bin müde.
Irgendwie. Aber irgendwie bin ich auch nicht müde. Irgendwie bin ich gerade auch ziemlich wach.
Nachts scheint sich an den meisten Tagen mein Hirn neu einzurichten. Liegt sonst alles verstreut in den falschen Gedankenboxen und ist wenig bis gar nicht sortiert, ist Nachts in meinem Kopf alles fein säuberlich alphabetisch aufgelistet und katalogisiert. So wie es mit einem gut funktionierenden Schädel sein sollte. Aber meistens nützt es mir nicht viel. Während meines Studiums hatte ich mir angewöhnt diesen Geisteszustand zu nutzen und von 11 Uhr abends bis 4 Uhr morgens an Hausarbeiten geschrieben, weil ich mich tagsüber beim besten Willen nicht konzentrieren konnte. Prinzipiell praktisch, wenn man effektiv arbeiten kann, prinzipiell doof, wenn man sich bis 4 Uhr morgens wach hält und dann nur maximal 5 bis 6 Stunden Schlaf bekommt. Das ist nicht cool.

Aber nachts habe ich auch immer das Gefühl, ganz viele Dinge erledigen zu müssen, die alle suuuuuper wichtig sind. E-Mails schreiben, Videos bearbeiten, Flyer gestalten, ein neues Bild malen, nähen, Blog schreiben und und und. Alles wirkt auf eine gleiche Art wichtig und kann AUF KEINEN Fall bis morgen warten. Wenn man diesen inneren Drank ignoriert und trotz allem zu Bett geht, kann man dennoch nicht schlafen. Ich hab dann ständig dieses hämmernde Gefühl im Kopf, dass ich jetzt doch nicht hier liegen kann, weil ich TAUSEND SACHEN zu erledigen habe – auch wenn es nur darum geht einen neuen Schal zu stricken. Wow, ultra wichtig. In dem Moment aber leider schon.
Gerne hänge ich in den Situationen im Internet hab, weil irgendetwas Wichtiges einfach noch passieren muss. Eine ganz besondere E-Mail, die meiner beruflichen Laufbahn hilft, oder der Artikel, der mich so sehr inspiriert, dass ich 10 Jahre später noch davon erzähle, oder… Etwas anderes wichtiges.

Passieren dann diese wichtigen Dinge? Nein, eigentlich nicht.
Aktualisiere ich nachts trotz allem alle 10 Minuten mein Mailfach? Natürlich!

Ich glaube, ich warte nachts darauf, dass etwas passiert, ohne zu wissen, was passieren soll.
Während ich tagsüber liebend gern schlafen würde, fehlt mir nach Mitternacht der Grund dafür.
Wobei es nicht so ist, als wäre ich nicht müde. Doch, das schon. Aber… Schlafen gehen ist nun Mal einfach keine Option sobald es dunkel geworden ist.

Andererseits genieße ich aber auch die Stille, wenn alles und jeder zu Bett geht und man eigentlich nur noch sich selbst hört und die wenigen Autos, die hin und wieder am Haus vorbei fahren. Und das wars.
Keine miauende Katze, keine spielenden Kinder, kein Rasenmäher, keine Säge, kein Radio, keine Spülmaschine, kein gar nichts.
Einfach Stille.
Und dann soll man in diesem Umfeld ins Bett gehen.
Wenn man doch endlich Mal seine eigenen Gedanken hören kann.
Verrückte Welt.

„Gehst du mit mir zum Naschautomaten?“ – Warum es nicht schlimm ist alleine zu sein

Die Frage „Gehst du mit mir zum Naschautomaten?“ verdeutlich heruntergebrochen vieles, was ich bei gruppendynamischen Ereignissen und Gepflogenheiten noch nie begreifen konnte.
Der Aufenthats- bzw. Pausenraum unseres Gymnasiums war rund gestaltet, wohl kein perfekter Kreis, aber doch sehr rund. In diesem Rondell waren an den Seiten Bänke, im hinteren Bereich der Pausenverkauf, daneben Tische und Stühle für Hausaufgabenmacher und Lerner, daneben der Aufgang zum Treppenhaus und wiederum daneben der Heilige Gral: DER NASCHAUTOMAT. Oder Süßigkeitenautomat, wie auch immer man das nennen möchte. Bei uns war das schlicht der „Naschautomat“. Es war eine Großartige Maschine gefüllt mit Gummibärchen, Schokoriegeln und… Ja, ne, das wars größtenteils. Manchmal gab es auch Kaubobon. Der Automat wurde oft frequentiert, nicht nur von jüngeren Schülern, sondern auch von Oberstüflern. Finanziell gesehen machte man natürlich nie ein Schnäppchen, aber was tut man nicht alles, um sich mit einer gehörigen Dosis Zucker für die nächste Doppelstunde Mathe/Latein/Chemie/Pysik (bin ich froh, dass meine Schulzeit vorbei ist…) zu tanken.
Wenn man dann also in diesem miefigen und meist lauten Pausenraum stand, weil es draußen entweder zu nass, oder zu kalt war, kam hin und wieder die Frage in die Runde: „Gehst du mit mir zum Naschautomaten?“ 
Wenn man sich noch einmal die architektonische Bauweise vorstellt, der mehr oder minder ein Kreis war, dann kann man sich denken, dass man nie sonderlich viel zu laufen hat, selbst wenn man am gegenüberliegenden „Ende“ (alle Mathematiker schlagen mich jetzt) des Kreise („Was, das andere Ende eines Kreises, was soll denn das sein?!“) steht, hatte man es bis zum besagten Automaten nicht weit. Der Durchmesser betrug wahrscheinlich 20 Meter, vielleicht auch ein paar Meter mehr. Aber nicht viele Meter. Selbst wenn wir 3 Schritte vom Naschautomaten entfernt waren, wurde jemand aus der Runde gefragt: „Gehst du mit mir zum Naschautomaten?“
Was denkst du, was passieren könnte? Hast du Angst, dass du von einem Fünftklässkler beim Fangenspielen unfair zu Boden geworfen wirst und nicht mehr alleine aufstehen kannst? Befürchtest du, dass dich der Süßigkeitenautomat auffrisst, weil er auf Menschenfleisch steht? Oder, vielleicht bist du dir nicht sicher, ob du der schwierigen Aufgabe gewachsen bist, Geld in einen Münzschlitz zu werfen und auf zwei Tasten zu drücken. Man weiß es nicht…
Ich habe das nie verstanden, warum kann man sich nicht einfach aus dem Kreis bewegen, sagen, dass man sich kurz was Süßes holt und wieder zurücklaufen? Warum braucht man dabei eine Begleitung? Warum? Man stirbt nicht, wnen man Mal eine Minute alleine ist. Nein, vielleicht ist das doch ganz gut. Wenn du einen Schokoriegel willst, deine Süßigkeitenbegleitung aber gehofft hat, dass du Gummibärchen kaufst, weil sie dir die Hälfte wegessen will, dann darfst du dreimal raten, was du kaufst. Richtig, du wirst dich bequatschen lassen und eine überteuerte Minitüte Gummibärchen kaufen. Glückwunsch, gut gemacht.

Rückblickend gab es auch immer in der Mittagspause vor dem Nachmittagsunterricht die gleiche bescheuerte Situation, der ich heutzutage leicht aus dem Weg gehen würde. Wir hatten zwischen dem normalen und dem Unterricht am Nachmittag eine Stunde Pause. In dieser Stunde sind wir immer ins Zentrum gelaufen, was ein Fußmarsch von ca. 5 Minuten war. Kommt natürlich drauf an, wo man hin wollte. Wenn man gebratene Nudeln vom Asiaten wollte, musste man eher mit 10 Minuten rechnen, weil der Weg etwas weiter war. Eine Kleinigkeit vom Bäcker bekam man auch schon in 4 Minuten, wenn man superduper schnell war. Wir, als Clique, haben also unsere Rücksäcke nach dem Unterricht verstaut, um nicht mit dem schweren Ding durch die Gegend laufen zu müssen, und sind Richtung Zentrum gepilgert. Dort angekommen fand dann die Diskussion statt:
Person 1: „Was wollt ihr denn essen?“
Person 2: „Och, ich weiß nicht… worauf habt ihr so Lust?“
Person 3: „Vielleicht Pizza?“
Person 4: „Pizza hatte ich erst…“
Person 2: „Vielleicht geh ich zum Bäcker.“
Person 1: „Hmm…joar, ich geh Mal mit.“
Person 3: „Hmm…okay.“
Person 4: „Joar…“
Es endete meistens damit, dass wir zum Bäcker gingen, dort aber doch niemand was kaufen wollten, wir zum Pizzaverkauf Nr.1 und Nr.2 gingen, damit dort eine was kauft, um dann zum Asiaten Nr. 1, manchmal auch Asiaten Nr.2. zu schlurfen, damit dort die anderen zwei etwas zu essen bekommen, um dann nochmal zu Bäcker Nr.1, manchmal Bäcker Nr.2, hin und wieder auch noch zu Bäcker Nr.3 zu hasten (man muss ja das Angebot checken), bis die letze sich doch Pizza holt.
Alles endete damit, dass wir unser Essen schnell im Laufschritt herunterschlingen mussten, weil wir nur noch 7 Minuten Zeit, bis wir wieder gesittet im Unterricht saßen.

Anstatt, dass wir uns einfach von Beginn an aufgeteilt hätten, um dann zu einer verabredeten Zeit an einem verabredeten Ort in der Schule zu sein, um dort in Ruhe zu essen und bisschen Pause zu machen, bevor man mit weiterem Lehrstoff gequält wird, mussten wir „das Erlebnis des Essensuchens“ als Gruppe erledigen. Was keinerlei Erleichterung mit sich gebracht hat, sondern einfach nur unnötige Komplikationen. Mittlerweile hasse ich es Essen im Laufen essen zu müssen. Man setzt sich hin, wenn man isst. Von mir aus hat man auch einen Stehtisch, auch okay. Aber bei Schnee oder Regen, vielleicht noch mit heftigen Gegendwind, im Laufschritt eine Mahlzeit einzunehmen, die nach einer Minute sofort kalt wird aufgrund des Wetters, ist kein Spaß und absolut unnötig.
Glücklicherweise war ich während meines Studiums klüger gewesen.
Schwubbs alleine aus der Vorlesung raus und schwubbs ins Café gesetzt. Schön lecker Kaffee, schön lecker Fladenbrot, schön lecker bequemer warmer Platz – herrlich!
In einem Semester musste ich sogar einmal in der Woche 3 Stunden auf die nächste Univeranstaltung warten, weil es sich nicht rentiert hat nach Hause zu fahren. Und wisst ihr was? Ich hab das überlegt 3 Stunden lang alleine zu sein. Es war großartig. Man bekommt alles erledigt, was man so an Besorgungen erledigen wollte und kann in Ruhe essen. Manchmal, wenn sie Zeit hatte, habe ich mich dann aber trotzdem sehr gerne für eine Stunde mit meiner Mutter getroffen, wenn sie ebenfalls Mittagspause hatte.
Aber das ist immer sehr entspannt. Kein nerviges diskutieren, wohin man geht, was man will, ob man dahin gehen möchte und so weiter und so fort.

Irgendwie bin ich seit dem Beenden meiner Schullaufbahn sehr geschädigt, was Diskussionen angeht…
Vor allem, sinnlose Diskussionen…
Was mich an diese Gruppenarbeiten erinnert, bei denen 10 Minuten lang darüber gestritten wurde, wie man denn die Überschrift des Plakat unterstreichen solle. Mit Farbe, oder doch lieber in Schwarz, dafür aber doppelt? Das Trauma… das Trauma ist wieder da!!!

 

Warum hat man das Bedürfnis vieles mit einer Gruppe zu erledigen, wenn man alleine doch viel schneller und effizienter wäre?
Ich hab nichts gegen anderen Menschen, ich habe nichts gegen Gesellschaft, aber es muss eben nicht immer sein.
Ich bin mit mir als stillen Gesprächspartner sehr zufrieden, ich finde meine Gegenwart für mich selbst sehr angenehm.
Wenn man alleine ist spart man sich oft Zeit und kann wirklich einfach Mal entspannen. Das ist jetzt kein Aufruf immer und überall Menschen zu scheuen, aber man sollte auch einmal etwas alleine wagen.
Und das scheint kein Teenager-Ding zu sein, dass man immer eine Gruppe, oder eben eine Bezugsperson braucht, um etwas zu machen. Bei meinen Eltern scheint es auf der Arbeit normal zu sein, dass man sich für jede Mittagspause, jeder Fortbildung, jeden Infomarkt etc. abbspricht, wer wann dorthin geht, damit man nur nicht Mal eine halbe Stunde mit sich selbst verbringen muss. Meine Güte, das wäre auch zu tragisch!
Also… ich versteh das einfach nicht.
Vielleicht verstehen auch einige meinen Standpunkt nicht, kann gut sein.
Aber hey, ehrlich, ihr schafft das wirklich alleine zum Naschautomaten. Glaubt mir.